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Landeskontrollverband
Schleswig-Holstein e.V.

Steenbeker Weg 151
24106 Kiel
Tel: 0431/33 987 0
E-Mail: info@lkv-sh.de

 

 

 

 

 

 

Milchleistungsprüfung ... Fotocollage test                                            ... Sicherheit die Zukunft schafft!!!

 

Die Milchleistungsprüfung (MLP) ist weit mehr als nur die Messung der Milchmenge. Sie ist eine freiwillige sehr umfangreiche Prozesskontrolle und ein unverzichtbares Instrument für das Herdenmanagement. In Schleswig-Holstein nehmen zurzeit 3.192 Betriebe teil, die mehr als 85% aller schleswig-holsteinischen Milchkühe halten. Im Bundesdurchschnitt sind sogar 87 % aller Kühe diesem standardisierten Kontrollsystem angeschlossen und durchlaufen neben der Feststellung ihrer Leistungsparameter einen monatlichen Gesundheitscheck.
Regelmäßig, mindestens 11 mal im Jahr, wird von jeder laktierenden Kuh in den Mitgliedsbetrieben die Milchmenge gemessen und eine repräsentative Milchprobe entnommen. Die Milchproben werden im Zentralen Milchlabor des LKVs auf die Milchinhaltstoffe Fett, Eiweiß, Harnstoff, Laktose und die Zellzahl hin untersucht. Die Daten der MLP sind die Grundlage für ein effektives Herdenmanagement, für Fütterungs-, Zucht- und Wirtschaftlichkeitsberatung, für die Arbeit der Zuchtorganisationen aber auch für die wissenschaftliche Forschung.

Geschichte des LKV

Gründungen von Kontrollverbänden

International

Jahr Land
1897 Dänemark
1898 Deutschland
1899 Schweden/Norwegen
1900 Finnland/Holland
1901 Schottland
1902 Östereich
1903 England

 

Geschichte1

Schleswig-Holstein

Jahr Bezirk
1897 Norderharde
1898 Ulderup
1899 Gramm-Osterlindet
1900 Fremad
1901 Witstedt
1902 Ober-Lert/Ulkebüll
- Mastrup/Sillerup
- Süderbrarup
1903 Satrup/Hadersieben
- Grumby/Fitzbek
- Ketting/Aller-Stubbum
1904 Karby
1905 Steinber/Hohenwestedt
1906 Norderbrarup/Lensahn
1907 Gelting/Sörup
- Grundhof I u. II
 

Stationen der organisierten Milchleistungsprüfung

01.10.1897 Gründung des ersten Kontrollvereins
Norderharde/Alsen
1907 Verband der Angler Kontrollvereine
24.06.1911 Verband der schleswig-holsteinischen
Kontrollvereine e. V.
22.11.1935 Anordnung der Pflichtkontrolle
08.06.1936 Auflösung des Verbandes
Landeskontrollstelle der Landesbauernschaft
Schleswig-Holstein
20.07.1937 Landeskontrollverband Schleswig-
Holstein e. V.
31.12.1948 Aufhebung der Pflichtkontrolle
03.03.1949 Auflösung des bisherigen Verbandes
und Neugründung Landeskontrollverband
Schleswig-Holstein e. V.
Geschichte2
 

Die LKV-Auszeichnung für besondere produktionstechnische Leistungen!!!

Vorlage Plakette 2018

 

Jedes Jahr zeichnet der LKV auf den Kreisvereinsversammlungen seine Mitglieder auf Grund von herausragenden Leistungen hinsichtlich ihres Herdenmanagements und der Tiergesundheit aus. In der MLP unterliegen alle Kühe elf Mal im Jahr einem standardisierten Gesundheitscheck. Anhand dieser Daten können wichtige Entscheidungen für das Herdenmanagement getroffen und Maßnahmen und Abläufe kontrolliert werden. So werden seit dem Jahr 2005 Mitgliedsbetriebe durch ein komplexes Verfahren anhand der MLP Daten evaluiert und die besten 2-3% mit Plaketten und Urkunden ausgestattet, viele davon bereits mehrfach.

Neben der Nutzungsdauer und der Lebensleistung der Kühe fließen Parameter für die Eutergesundheit, das Erstkalbealter, der Milchharnstoffgehalt, der Fett/Eiweiß-Quotient, die Remontierungsrate und die Vollständigkeit der Abstammungsangaben der Kühe in das Auswahlverfahren mit ein. Durch die strenge Auswahl der Betriebe soll das herausragende Produktionsmanagement und die Leistungen im Bereich der Tiergesundheit anerkannt werden. Gleichzeitig berücksichtigt der LKV durch die ausgewählten Parameter die von Verbrauchern und der Politik diskutierten Themen Nachhaltigkeit, Tierwohl und Umweltverträglichkeit bei der Produktion. Eine Auflistung aller ausgezeichneten Betriebe in einem Prüfjahr finden Sie im jeweiligen Jahresbericht.

 

 

 

 

Verschiedene Prüfverfahren zur Durchführung der Milchleistungsprüfung

Der Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e. V. bietet seinen Mitgliedsbetrieben eine Vielzahl von ICAR-anerkannten Prüfverfahren zur Durchführung der Milchleistungsprüfung (MLP) an. Somit können die LKV-Betriebe in Hamburg und Schleswig-Holstein, von denen die schleswig-holsteinischen seit dem Jahr 2002 die Milchleistungsprüfung allein aus Mitgliedsbeiträgen ohne Zuschüsse von dritter Seite finanzieren müssen, das für ihren Betrieb maßgeschneiderte Verfahren auswählen und anwenden. Hierbei spielen die Mitgliedsbeiträge, die Arbeitswirtschaft auf den Betrieben sowie die gewünschte und erforderliche Genauigkeit und Verwendung der Ergebnisse des Prüfverfahrens die entscheidende Rolle. Die Prüfverfahren sind in Deutschland einheitlich mittels einer vierstelligen Bezeichnung mit Kennbuchstaben und Kennziffern charakterisiert. Die exakte Bezeichnung der Prüfverfahren ist von Bedeutung hinsichtlich der Aussagekraft der Ergebnisse, zum Beispiel im Rahmen der amtlichen Zuchtwertschätzung. Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass die Ergebnisse um so genauer sind, je breiter die Datengrundlage ist, die zur Berechnung der MLP-Ergebnisse herangezogen wird.

Was bedeutet A S 4 3 oder B T 4 2?

Die Kennbuchstaben erklären die Prüfmethode und das Prüfschema, die Kennziffern geben Auskunft über das Prüfintervall und die Melkfrequenz.

 

1. Stelle:Die Prüfmethode

Die Prüfmethode wird mit den Kennbuchstaben A, B oder C bezeichnet. Bei A führt ein Mitarbeiter des LKV die Prüfung durch, bei B der Landwirt oder ein anderer Betriebsangehöriger und bei C werden die bei der Prüfung anfallenden Arbeiten teilweise von einem LKV-Mitarbeiter und teilweise von einem Betriebsangehörigen des zu prüfenden Betriebes durchgeführt.

 

2. Stelle: Das Prüfschema

Das Prüfschema gliedert sich in die Bereiche Häufigkeit der Milchmengenfeststellung und die Art der Probenahme. Bei einigen Prüfschemata werden alle Melkzeiten des Stichtages geprüft, bei anderen immer die gleiche Melkzeit oder aber die Melkzeit alterniert, das heißt sie wechselt von Prüftag zu Prüftag in gleichmäßigem Wechsel zwischen der Abend- und Morgenmelkzeit. Werden nicht alle Melkzeiten geprüft, werden die Leistungen der fehlenden Melkzeit unter Berücksichtigung der Zwischenmelkzeit, des Laktationsstadiums und der Laktationsnummer hochgerechnet.

Was bedeuten die verschiedenen Buchstaben an der zweiten Stelle der Kennzeichnung?

S: Die Milchmenge wird an einem Stichtag bei allen anfallenden Gemelken festgestellt. Von jedem Gemelk wird eine anteilige Probe genommen.

L: Die Milchmenge wird an einem Stichtag bei allen anfallenden Gemelken festgestellt. Von jedem Gemelk wird eine konstante Probe genommen.

M: Die Milchmenge wird an einem Stichtag bei allen anfallenden Gemelken festgestellt. Bei jedem Prüftermin wird nur das Gemelk einer Melkzeit beprobt. Diese alterniert. Die Inhaltsstoffe der nicht beprobten Melkzeit werden hochgerechnet.

N: Die Milchmenge wird an einem Stichtag bei allen anfallenden Gemelken festgestellt. Die Probenahme erfolgt immer zur gleichen Melkzeit, die Inhaltsstoffe der nicht beprobten Melkzeit werden hochgerechnet.

T: Die Milchmengenfeststellung und die Probenahme erfolgen an einem Stichtag bei nur einer Melkzeit. Diese alterniert. Die Milchmengen und Inhaltsstoffe der nicht beprobten Melkzeit werden hochgerechnet.

U: Die Milchmengenfeststellung und die Probenahme erfolgt an einem Stichtag bei nur einer Melkzeit. Diese ist konstant. Die Milchmengen und Inhaltsstoffe der nicht beprobten und gemessenen Melkzeit werden hochgerechnet.

E: Die Milchmengen werden täglich erfaßt. An einem Stichtag wird jedes Gemelk mit einer anteiligen Probe beprobt.

F: Die Milchmengen werden täglich erfaßt. An einem Stichtag wird jedes Gemelk mit einer konstanten Probe beprobt.

G: Die Milchmengen werden täglich erfaßt. An einem Stichtag wird alternierend je ein Gemelk beprobt. Die Inhaltsstoffe der nicht beprobten Melkzeit werden hochgerechnet.

H: Die Milchmengen werden täglich erfaßt. An einem Stichtag wird immer zur gleichen Melkzeit ein Gemelk beprobt. Die Inhaltsstoffe der nicht beprobten Melkzeit werden hochgerechnet.

 

3. Stelle: Das Prüfintervall

Die Kennzeichnung für das Prüfintervall steht an dritter Stelle der Beschreibung des Prüfverfahrens und bezeichnet den zeitlichen Abstand der MLP-Probenahmen zwischen den Prüfungen. Es wird mit den Ziffern 1 - 9 (Wochen) und D (daily = täglich) dargestellt.

 

4. Stelle: Die Melkfrequenz

An vierter Stelle der Kennzeichnung eines Prüfverfahrens wird die Melkfrequenz angegeben. Sie gibt an, wie oft in dem Betrieb pro Tag gemolken wird und ist mit den Kennziffern 1 - 4 beziffert. Wird ein automatisches Melkverfahren (AMV, Roboter) angewendet, wird der Buchstabe R angegeben.

Wird ein Prüfverfahren also mit A S 4 3 ausgewiesen, bedeutet das, dass ein Mitarbeiter des LKV an einem Stichtag alle Gemelke beprobt, von jedem Gemelk des Prüftages eine anteilige Probe zieht und die Milchmenge aller Gemelke feststellt. Die Prüfung erfolgt alle 4 Wochen und in dem Betrieb wird zu drei Melkzeiten täglich gemolken.

Bei dem Prüfverfahren B T 4 2 dagegen führt der Landwirt selber oder ein Betriebsangehöriger die Prüfung durch. Die Milchmengenfeststellung und die konstante Probenahme erfolgt an einem Stichtag bei nur einer Melkzeit. Diese alterniert. Die Prüfung erfolgt alle 4 Wochen und in dem Betrieb wird zu zwei Melkzeiten gemolken.

Welche Prüfverfahren bietet der LKV Schleswig-Holstein an? Der LKV Schleswig-Holstein bietet nicht alle denkbaren Prüfverfahren an. Beispielsweise wird die Milchleistungsprüfung nur im Prüfintervall 4 oder D angeboten. Die Prüfschemata N, U und H werden aus organisatorischen Gründen nur in Verbindung mit der Prüfmethode B angewendet. Die Prüfschemata E, F, G und H dürfen nur angewendet werden, sofern die Daten von den Betrieben mittels einer betriebseigenen elektronischen Milchmengenmesseinrichtung und einem geeigneten Herdenmanagement-Programm automatisch EDV-gerecht bereitgestellt werden. Die Prüfschemata M und N werden vorallem in Verbindung mit dem Einsatz des LactoCorders angewendet, sind aber auch bei der Milchmengenfeststellung durch andere Messgeräte möglich.

 

 

Zuchtwertschätzung beim Rind

Einzelzuchtwerte geben Auskunft über die Vererbungsleistung bei Bullen.

Der Gesamtzuchtwert (RZG) eines Bullen beinhaltet eine Zusammenfassung der Einzelzuchtwerte unter Gewichtung der Merkmale nach ihrer wirtschaftlichen Bedeutung.

Die Zuchtwertschätzung wird nach den Vorgaben des Tierzuchtgesetzes durchgeführt.

Zuchtwertschätzung Milchleistung:
Relativ-Zuchtwerte (RZM) berechnet aus Milch-kg, Fett-%, Fett-kg, Eiweiß-%, Eiweiß-kg.

Zuchtwertschätzung Exterieur:
Relativ-Zuchtwerte (RZE) berechnet aus Typ, Körper, Fundament, Euter.

Zuchtwertschätzung Sekundärmerkmale:
Relativ-Zuchtwerte berechnet für Zellzahl (RZS), Nutzungsdauer (RZN) und Zuchtleistung (RZZ).

Schnell gefunden

  • Die "Grundlagen zur Förderung der Verbesserung der Gesundheit und Robustheit landwirtschaftlicher Nutztiere in SH" (GAK) finden Sie hier.
  • Merkblätter zur Eutergesundheit finden Sie hier.
  • Anträge zum ADIS-Mailboxverfahren finden Sie hier.
  • Erläuterungen zum Euter­gesund­heits­bericht finden Sie hier.
  • Jahresberichte finden Sie hier
  • Unsere Artikel aus "Rind im Bild" finden Sie hier

 

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