LKV Logo

banner mlp

Meldungen des Bestandes (Stichtagsmeldung)

Die Stichtagsmeldung dient der Plausibilisierung der Übernahmemeldungen in HI-Tier.Bei der Stichtagsmeldung sind von jedem Schaf- und Ziegenhalter folgende Daten zum 1. Januar eines jeden Jahres anzugeben:

  • die eigene Registriernummer
  • die Anzahl Schafe und Ziegen bis einschl. 9 Monate
  • die Anzahl Schafe und Ziegen von 10 Monate bis unter 19 Monate
  • die Anzahl Schafe und Ziegen ab 19 Monate

In Schleswig-Holstein wird eine Ausnahmeregelung der Viehverkehrsverordnung umgesetzt. Diese erlaubt es, Daten, die an andere Behörden gemeldet wurden - in Schleswig-Holstein die Meldungen zum Tierseuchenfonds - als Ersatz für die Stichtagsmeldung heran zu ziehen. Für alle Schaf und Ziegen haltenden Betriebe, welche beim Tierseuchenfonds Schleswig-Holstein eine Meldung abgegeben haben, entfällt somit die Pflicht zur Meldung des Stichtages.Die Stichtagsmeldung kann direkt in HI-Tier eingegeben werden oder formlos, unter Angabe der obigen Daten, an LKD gesendet werden.

Bestandsregister für Schaf- oder Ziegenhaltungen

Das Bestandsregister muss in chronologischer Reihenfolge mit fortlaufenden Seitenzahlen entweder in gebundener schriftlicher Form, als Loseblattsystem oder in elektronischer Form geführt werden. Die gesetzliche Aufbewahrungszeit beträgt drei Jahre. Betriebe mit Schaf- und Ziegenhaltung müssen jeweils getrennte Bestandsregister führen.Das ab 1. Januar 2008 gültige Bestandsregister setzt sich aus vier unterschiedlichen Teilen zusammen:

Teil A (Angaben zum Betrieb):

Die erforderlichen Angaben sind einmal jährlich zum Stichtag 1. Januar vom Betriebleiter einzutragen. In dem Feld "Nutzungsart" sind Mehrfachnennungen möglich, jedoch sollte hier der Schwerpunkt der Nutzungsart angegeben werden.

Teil B (Angaben zum Verbringen von Schafen und Ziegen):

Hier sind die erforderlichen Angaben von zugekauften bzw. verkauften Tieren einzutragen. Bei Abgang beziehungsweise Verkauf von Schlachtlämmern unter zwölf Monaten, die im Inland geschlachtet werden, braucht nur die Betriebsidentifikation (Ländercode "DE" + Kfz-Kennzeichen des Kreises + letzte sieben Ziffern der VVVO-Registriernummer, s. Lochteil der Ohrmarke) und die Anzahl der gelieferten Lämmer eingetragen werden. Gleiches gilt auch für die Angaben auf dem Begleitpapier.Alternativ können anstelle einer Eintragung in das Bestandsregister die entsprechenden Begleitpapiere beigefügt werden. Hierzu sind die Original-Begleitpapiere bei Zukauf bzw. die entsprechenden Kopien bei Verkauf in chronologischer Reihenfolge und durchnummeriert abzuheften.

Teil C (Angaben zu im Betrieb geborenen und/oder verendeten Schafen und Ziegen):

Im Bestand geborene Lämmer müssen unmittelbar nach der Kennzeichnung mit den erforderlichen Angaben im Register erfasst werden. Hierbei sind die Regeln der Kennzeichnung zu beachten (siehe Kennzeichen). Soweit die Angaben identisch sind (z.B. bei Schlachtlämmern), können mehrere Tiere in einer Zeile zusammen gefasst werden.Bei verendeten gekennzeichnete Tieren ist der Tod mit Monat und Jahr in der Spalte des registrierten Tieres einzutragen. Ungekennzeichnete Tiere sind nicht zu erfassen.Bei Herdbuchbetrieben kann das Zuchtbuch den Teil C ersetzen, sofern im Zuchtbuch die erforderlichen Angaben erfasst sind.

Teil D (Angaben im Fall der Überprüfung):

Die Eintragung erfolgt durch die zuständige Behörde im Fall der Überprüfung.Ein Vordruck für das Bestandsregister ist hier zu finden.

Meldung der Übernahme von Schafen oder Ziegen

Wer Schafe oder Ziegen in seinen Bestand übernimmt, muss seit dem 1. Januar 2008 innerhalb von 7 Tagen die Übernahme melden. Hierzu stehen die Meldewege über Internet an die nationalen Datenbank (HI-Tier) oder per Post oder Fax an die LKD zur Verfügung.Spezielle Informationen zur Fax-Meldungen sind hier zu finden.Die Pflicht zur Abgabe der Übernahmemeldung gilt für:

  • Schaf- und Ziegenhalter (auch Hobbyhaltung)
  • Viehhändler
  • Sammelstellen und
  • Schlachtbetriebe

Innerhalb von 7 Tagen sind folgende Angaben vom Übernehmer zu melden:

  • die eigene Registriernummer
  • die Registriernummer des abgebenden Betriebes oder das Herkunftsland
  • die Anzahl der übernommenen Schafe oder Ziegen
  • das Datum des Verbringens (Abgang beim abgebenden Betrieb)
  • zusätzlich das Datum des Zugangs sofern dies vom Datum des Verbringens abweicht

Die notwendigen Informationen können dem jeweiligen Begleitpapier entnommen werden (siehe Informationen zum Begleitpapier)

Begleitpapier für Schafe und Ziegen

Beim Verbringen ist vom abgebenden Betrieb ein Begleitpapier auszustellen. Dieses enthält folgende Angaben:

  • Name, Anschrift und Registriernummer des abgebenden Betriebes
  • Name, Anschrift und Registriernummer des Bestimmungsbetriebes oder des Schlachthofes
  • Anzahl und Kennzeichnung der abgegebenen Tiere
  • Name, Anschrift und Registriernummer des Transporteurs
  • KFZ-Kennzeichen des Transportfahrzeugs
  • Datum der Verbringung.

Das vollständig ausgestellte Begleitpapier begleitet die Tiere bis zum Bestimmungsbetrieb. Der Bestimmungsbetrieb hat die Begleitpapiere für mindestens 3 Jahre aufzubewahren.Der Vordruck zum Begleitpapier für Schafe oder Ziegen ist hier zu finden.

Kennzeichen für Schafe und Ziegen

Schafe und Ziegen sind, unabhängig von den zu verwendenden Ohrmarken, spätestens 9 Monate nach der Geburt, in jedem Fall jedoch vor dem Verlassen des Geburtsbetriebes zu kennzeichnen.

Die Auswahl der Kennzeichen richtet sich nach der Nutzung und Vermarktung der Tiere. Folgende Kennzeichen sind in Schleswig-Holstein und Hamburg zulässig:

Für Tiere unter 12 Monate alt und Schlachtung in Deutschland:

Unter 12 Monate alte Schafe und Ziegen, die zur Schlachtung in Deutschland vorgesehen sind, können mit einer "weißen Schlachtohrmarke" gekennzeichnet werden. Diese ist neben dem Kreiskennzeichen mit den letzten 7 Stellen der Registriernummer des Geburtsbetriebes beschriftet. Alternativ können Kennzeichnung mit 2 individuellen Ohrmarken verwendet werden. Diese sind auf dem Dornteil mit einer individuellen Ohrmarkennummer und auf dem Lochteil mit der Betriebsnummer beschriftet (siehe Bild - links Schlachtohrmarke / mitte Doppelohrmarke / rechts Schlaufenohrmarke für Rassen mit kleinen Ohren).

 Schlachtohrmarke Schaf OM Doppelt  Schlaufenohrmarke

Für Tiere zur Schlachtung außerhalb Deutschlands oder zur Zucht und Bestandsergänzung

Seit 1. Januar 2010 gilt für diese Schafe und Ziegen die Regelung, dass ein Kennzeichen mit einem elektronischem Speicher versehen sein muss. Das elektronische Kennzeichen kann eine Ohrmarke oder ein Bolus sein. Die unten stehenden Abbildungen zeigen links die Kombination mit der elektronischen Ohrmarke und rechts die Kombination mit dem Bolus für die Standardohrmarke.

Schaf OM eOM     Schaf OM Bolus

Zum Einzug der Ohrmarken sind die nachfolgenden Zangen notwendig:

Zange für die Standardohrmarke:

Zange Caisley

Zange für die "Schlaufenohrmarke":

Zange mit Schlaufen OM

Diese Seite benutzt Cookies und andere Technologien. Cookies dienen dazu, unser Angebot nutzerfreundlicher, effektiver und sicherer zu machen. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

© 2018 Landeskontrollverband Schleswig-Holstein e.V.